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"Wir geben dem Hund den Rest unserer Zeit,
unseres Raumes und unserer Liebe,
doch der Hund gibt uns alles was er hat."

80 JAHRE ORTSGRUPPE BONN E.V. IM PINSCHER-SCHNAUZER-KLUB 1895 E.V.

- EINE CHRONIK -

EINFÜHRUNG: „DER BONNER HUND“

Bevor die letzten achtzig Jahre der Ortsgruppe Bonn e.V. im PSK mir ihren wichtigsten Entwicklungen dargestellt werden, zunächst etwas ganz Allgemeines – den Hund und Bonn betreffend. Der Kölner Stadt-Anzeiger wusste zu berichten, dass Bonn – viel älter als 2000 Jahre – als erste Einwohner zugleich Hundezüchter hatte. So fand man im Jahr 1914 den „Hund von Oberkassel“, der einer Rasse der frühen Steinzeit (8000 bis 5000 v. Chr.) zugeordnet wurde. Auch ein Züchter-Paar wäre in einem Doppelgrab gefunden worden.

Das Rheinische Landesmuseum in Bonn konstatierte in seinen Jahrbüchern 1988, dass die Oberkasseler wohl die ersten domestizierten Hunde überhaupt in ihren Ennert-Höhlen, oder vielleicht Hütten, gehalten haben. Soweit ein erneuter Hinweis auf die seit Jahrtausenden enge und gewiss auch emotionale Verbindung des Menschen mit seinem Haustier, dem Hund.

Auch heute noch gelten im Prinzip die gleichen Grundsätze für das Zusammenleben wie damals, obwohl sich die Lebensbedingungen verändert haben und vor allem die kulturelle Entwicklung des Menschen naturgemäß erheblich fortgeschritten ist. Dies gilt selbstverständlich auch für die Fortentwicklung des Hundes allgemein und der Hunderassen.

Der große deutsche Philosoph Arthur Schopenhauer meint:

„Dass uns der Anblick der Tiere so ergötzt, beruht hauptsächlich darauf, dass es uns freut, unser eigenes Wesen so vereinfacht vor uns zu sehen.“

 

GRÜNDUNG DER ORTSGRUPPE BONN UND DIE ZEIT BIS 1933

In den „Mitteilungen des Pinscher-Schnauzer-Klub“ Nr. 1 im Januar 1925  wird die Gründung der Ortsgruppe Bonn dokumentiert und als 1. Vorsitzender Peter Schneider, Godesberg am Rhein, genannt. Die Gründung erfolgte noch in den politischen und wirtschaftlichen Nachwirkungen des 1. Weltkrieges, der so viel Not und Elend mit sich gebracht hatte. Ein Hinweis auf die Sehnsucht der Menschen damals nach Harmonie und Zusammenhalt macht ein Zitat aus eben jener Nr. 1 der PSK-Mitteilungen deutlich. Da wird im Hinblick auf die „Gesellschaft“ festgestellt, dass es „uns im letzten Grund doch herzlich Wurst ist, ob einer sich nach links ausfindet, ob nach rechts, wenn wir nur höflich waren gegen ihn. Ganz anders ist die Sache im Verein, in der Familie. Denn da ist der Erfolg und Glück gemeinsam Ziel. Und Segen wie Misserfolg trifft alle in dem Einen.“ Und später wird beklagt: „Die Geldentwertung und die wirtschaftliche Not ließen Laxheit und Nachgiebigkeit aufkommen.“ Dem wollte man in der Ortsgruppe etwas entgegensetzen.

Es folgten weitere schwierige Jahre auch für unsere Ortsgruppe: Weltwirtschaftskrise mit Börsenkrach in New York, Arbeitslosigkeit verbunden mit vielfältigen Entbehrungen, Aufstieg des Nationalsozialismus.

Die Bonner Ortsgruppe gedenkt in ihrem 80. Jubiläumsjahr zunächst der Mitglieder, die verstorben sind oder nicht mehr aktiv sein können. Durch ihr konstruktives Handeln haben sie die Voraussetzungen für ein so langes Bestehen des Vereins geschaffen. Ohne aktive, zupackende und engagierte Mitglieder kann kein Verein überleben. Dabei ist es unbestritten förderlich, so weisen es die Dokumente der Ortsgruppe aus verschiedenen Zeiträumen aus, dass die Besinnung auf die gemeinsamen Ziele die beste Art und Weise ist, strittige Auseinandersetzungen zu überwinden. Diese sind ausweislich der Protokolle immer wieder vorgekommen. Es überwiegt bei weitem jedoch das harmonische und menschlich-persönliche Miteinander im Verein, wovon ebenfalls viele Belege zeigen. Ein Blick in die jeweils gültige Satzung konnte, was die gemeinsam verbindende Zielsetzung angeht, gelegentlich sehr hilfreich sein.

 

ZEITRAUM 1933 – 1945

Die NS-Diktatur - mit ihrer totalen Unterdrückung der Freiheitsrechte, der mörderischen Verfolgung von Minderheiten, insbesondere der Juden, der Gleichschaltung des öffentlichen Lebens und der Vereine - bemächtigte sich auch der Hundesportorganisationen, z.B. des VDH und seiner Mitgliedsorganisationen.

In der kleinen Chronik des VDH – 80 Jahre Deutsches Hundewesen 1906-1986 – erhalten wir unter anderem die sonst sehr spärlich zu findenden Informationen über die Zeit von 1933 bis 1945 das Hundewesen betreffend. Demnach begannen die Nationalsozialisten nach der Machtübernahme im Jahre 1933 mit einer vollständigen Neuorganisation des Hundewesens. 10 Jahre lang wurde weiter ständig neu organisiert. Unter dem Jahr 1937 finden wir in der o.a. kleinen Chronik folgendes Zitat: „Die Nationalsozialisten greifen massiv in das Hundewesen ein und stürzen es in der Folgezeit in schwerste Krisen.“
Im Mittelpunkt des Interesses – wen wundert es – standen die Gebrauchshunde, also auch unsere Riesenschnauzer.

Mit Beginn des 2. Weltkrieges 1939 müssen alle Ausstellungen ausfallen. Die Dienstaufsicht über den „Reichsverband Hundewesen (RH)“ erhält das Oberkommando des Heeres (OKH)! Noch im gleichen Jahr 1939 werden 16.000 Hunde nach strengen Maßstäben gemustert und 18,8% als truppendiensttauglich befunden. Mit Sicherheit sind auch Riesenschnauzer dabei gewesen. In der Festschrift zum 100-jährigen Bestehen des PSK wird auf die Aufrufe hingewiesen, wesensfeste RS für den Kriegseinsatz zu züchten. Es blieben nur wenige Hunde übrig, mit denen nach Kriegsende weiter gezüchtet werden konnte.

Im Jahre 1941 wurde das Hundewesen sogar der SS unterstellt! Letzte Informationen aus dieser Zeit besagen, dass 1943 wieder Ausstellungen stattfinden, die Aussteller jedoch nicht weiter als 50 km vom Ausstellungsort entfernt wohnen dürfen. Bis zum Kriegsende 1945 sind offensichtlich keine Unterlagen über das Hundewesen verfügbar. Wir wissen nicht, können nur ahnen, wie unsere Ortsgruppe diese schwierigen Zeiten überlebt hat. Wahrscheinlich ist, dass es kein Vereinsleben gegeben hat.

 

ZEITRAUM AB 1949

Fest steht, dass unsere Ortsgruppe 1949 erstmals in den Mitteilungen (UR) wieder erwähnt wird. 1. Vorsitzender ist – so ist vermerkt – Franz Schmitz, Bonn, Mittelschlag Zwinger. Die Aktivitäten zeigen wieder Erfolge: „Fritz vom Sterntor“, „Dorchen und Aga von der Arndsruhe“ werden u.a. in der UR 6/1949 herausgestellt. Im Richterbericht 1949 heißt es:

„Fine vom Sterntor“ (Züchter Franz Schmitz, Bonn) und „Anni von der Rheinfähre“ (Züchter W. Strüder, Godesberg) in allen Teilen erstklassig und edel!“

Es finden große Ausstellungen in Bonn (1952,1953) statt. Bonn erwirbt in dieser Zeit den Ruf, eine Hochburg der Zwergpinscher zu sein. Zwei Zwergpinscher-Bundessieger unterstreichen diesen Ruf.

Seit 1957 ist 1. Vorsitzender Wilhelm Strüder, danach folgen Lorenz Läser, Paul Weck, Hermann Seif, Albert Wegner, Hilde Läser, Walter Reimann und Dr. Manfred Rech.

Stetig entwickelt sich die Ortsgruppe weiter. Ein ausgedienter Omnibus am Kreuzberg in Bonn diente als Klubheim. Ein im Rahmen einer Übung durch Angehörige des Bundesgrenzschutzes planiertes Areal diente als Übungs- und Ausbildungsplatz ab 1965 der Ausbildung von Pinschern und Schnauzern. In den Annalen wird berichtet, dass in jener Zeit ein gestohlenes Fahrrad erfolgreich am Venusberg durch „Raudi von der Stadt Bonn“ - aus der Zucht von Lorenz Läser – aufgespürt werden konnte.

Ausgebildete Hunde – auch unsere Riesenschnauzer – wurden damals gelegentlich auch in Fußballstadien als Abschreckung von Randalierern eingesetzt. Seit langem ist dies zum Glück nicht mehr üblich. Mehr und mehr bestimmen die Verfechter des „friedlichen Hundesports“ das Geschehen auf den Übungsplätzen.

Die Ortsgruppe Bonn mit ihren aktiven Mitgliedern hatte viele, den Hundesport prägende Persönlichkeiten in ihren Reihen. Adolf Göschel, Lorenz Läser und Hilde Läser müssen dabei besonders genannt werden, ohne die Verdienste anderer zu schmälern. Als langjährige Vorsitzende trugen sie maßgeblich an einer positiven und erfolgreichen Entwicklung im Hundesport und in der Züchtung gut veranlagter Pinscher und Schnauzer bei – und dies weit über die Grenzen von Bonn hinaus.

 

ZEITRAUM AB 1972

Von 1972 bis 1985 – also über 10 Jahre – wurde ständig das drohende Kupierverbot, das insbesondere auch unsere Schnauzer betraf, bundesweit diskutiert. Eine durchgehend ablehnende Haltung hierzu und skeptische Bewertungen der Mitglieder im PSK waren vorherrschend. Manch einer sah das Ende der Riesenschnauzer kommen. Ja, selbst Überlegungen, den Riesenschnauzer mit „Steh“-Ohren und „Stummel“-Rute zu züchten, als wären sie kupiert, machen die tiefe Besorgnis der damals Aktiven deutlich. Noch 1986 vertrat man mehrheitlich die Auffassung, dass es zum Rutenkupieren im Standard keine Alternative gäbe! Aber es kam zum gesetzlichen Kupierverbot für Ohren im Jahre 1987 und 1998 für die Rute. Heute wissen wir, dass diese teilweise sehr massiven Vorbehalte gegen das Kupierverbot unbegründet waren. Der Schnauzer ohne kupierte Ohren und Rute hat sich wegen seines – für manch einen älteren Hundefreund jedoch gewöhnungsbedürftigen – attraktiven Erscheinungsbildes durchgesetzt. 1972 war auch das Jahr, in dem die Tätowierung der Hunde mit einer Nummer eingeführt wurde, um Manipulationen zu verhindern oder verloren gegangene Hunde leichter wiederfinden zu können. Dieses Verfahren ist inzwischen schon durch den „Chip“ ersetzt bzw. ergänzt worden. Beide Maßnahmen haben sich bewährt und erlauben die eindeutige Identifikation des tätowierten oder gechipten Hundes bei Hundesportveranstaltungen, aber auch z.B. zum Nachweis von Eigentümerrechten.

Für die Ortsgruppe Bonn bedeutete der Beschluss vom 5.2.1972, ein Verein zu werden, eine durchaus bedeutende Veränderung. Der Satzungsentwurf wurde am 19.8.1972einstimmig angenommen. Das Motiv, einen Verein zu gründen, war die Haftungsfrage. Wie aus den damaligen Protokollen ersichtlich, befürchtete man eine persönliche Haftung des Vorstandes der Ortsgruppe in einem eventuellen Haftungsfall. Bei einem Vereinsstatus entfiele diese persönliche Haftung und an ihre Stelle träte die Vereins-Vermögenshaftung.

Eine kurze Kontroverse mit dem PSK konnte schnell beigelegt werden. Der PSK hatte offensichtlich zunächst Bedenken gegen die Vereinsgründung, weil man wohl eine gewisse Verselbständigung der Ortsgruppen befürchtete. Die Ortsgruppe mit Vereinsstatus blieb jedoch ein fester Bestandteil des PSK, sodass es keine Befürchtungen in dieser Frage mehr gab.

Ein Höhepunkt für die Ortsgruppe Bonn war im Juni 1972 die Einweihung der neuen Platzanlage an heutiger Stelle in Bonn-Dransdorf. Mit großem Engagement vieler Mitglieder wurde der Platz über Jahre hinweg immer wieder erneuert und verbessert. Ein durchaus stattliches Vereinsheim löste Container ab und schuf die Voraussetzung für lebendiges Vereinsleben. Das Vereinshaus wurde nach Adolf Göschel benannt, der sich große Verdienste um den Verein erworben hat.

 

ZEITRAUM AB 1990

Die Erfolge der Ortsgruppe bei Züchtungen und Ausbildungen ziehen sich wie ein roter Faden durch die Dokumentationen. Es würde den Rahmen sprengen, alle Bundessieger, Europasieger und Prüfungsabsolventen mit besten Noten und Beurteilungen aufzuführen. Eine Ausnahme muss jedoch gemacht werden: Im Jahre 1990 konnte die Vorsitzende Wilhelmine Knaden die Besitzer des Pinscher-Rüden „Bobby von Diana“ als einzigem Weltsieger seiner Rasse am 6. bis 8. Juli 1990 in Brünn, sowie der Riesenschnauzer-Hündin „Issy vom Elberfeld“ als Europa-Jugendsieger und des Riesenschnauzer-Rüden „Glen vom Elberfeld“ als Bundes-Jugendsieger beglückwünschen. Viele Pokale zeugen bis heute von den beachtlichen Leistungen der Ortsgruppe Bonn.

Wilhelmine Knaden führte die OG Bonn von 1986 bis 1993. Es folgten Roswitha Hochstrate (1994-1998) und Doris Jünger (1999-2003) als Vorsitzende.

Die Aufnahme des Tierschutzes als Staatsziel in das Grundgesetz im Jahre 1998, nach vorhergegangener jahrelanger Diskussion, bedeutete einen Durchbruch in Sachen Tierschutz und somit auch für unsere Hunde. Es kann weiter erwartet werden, dass sich durch den Tierschutz, im Grundgesetz verankert, die Rechtsprechung in der Praxis zunehmend positiv für das Tier auswirken wird. Dabei gibt es noch viele Bereiche, in denen der Tierschutz – auch europaweit – im Argen liegt. Wir Hundefreunde treten weiterhin für eine angemessene und würdige Stellung des Tieres in unserer Gesellschaft ein.

Nach wie vor weisen Aufzeichnungen und Zeitungsberichte auf beachtliche Aktivitäten hin. So erregte z.B. im Februar 1999 ein Ausflug von Ortsgruppen-Mitgliedern mit ihren Hunden in die Innenstadt von Bonn positives Aufsehen. Ziel dieser Hunde-Demonstration war, den Bürgerinnen und Bürgern durch die auffällige Hundepräsenz und deren geordnetes und diszipliniertes Auftreten, ein friedliches Nebeneinander von Mensch und Hund zu signalisieren. Ein voller Erfolg!

Ein schwerer Rückschlag traf den Verein durch einen Brand im November 1999. Zerstört wurden das Vereinsheim, die Geräte- und Ausrüstungsschuppen.

Dem Brand, vermutlich durch Brandstiftung ausgelöst, folgte der Wiederaufbau, für den die Ortsgruppe Bonn 18.000 DM investieren musste; eine wahrlich große Summe für einen Verein wie die Ortsgruppe Bonn. Nach kurzem Schock und Demoralisierung der Mitglieder wurden die Ärmel aufgekrempelt, der Platz und die Brandstellen in tagelanger und mühevoller Arbeit unter der Leitung der Vorsitzenden Doris Jünger aufgeräumt. Die Mitglieder unterstützten sie dabei tatkräftig. Es gelang, alles wieder so herzurichten, dass der Ausbildungsbetrieb kurzfristig wieder aufgenommen werden konnte – und wie! Bald schon machte sich der Verein einen guten Namen mit Agility-Training von Hunden aller Rassen. Rosi Krings hatte sich besonders in diesem Bereich verdient gemacht. Agility ist bis heute eine beliebte sportliche Betätigung von Mensch und Hund geblieben. Zweifellos hat diese Aktivität den Hundesport insgesamt weitergebracht. Auf die Welpenarbeit wurde weiterhin großer Wert gelegt. Ohne eine kontinuierliche Beschäftigung und behutsame Ausbildung von Welpen sind spätere Erfolge nur schwer erzielbar.

In den Jahren ab 1990 haben bundesweite, schwerwiegende Ereignisse und Unfälle mit Hunden zu einer breiten, sehr emotionalen und häufig auch unsachlichen Diskussion in der Bevölkerung geführt. Es gab kaum einen Tag, an dem die Medien nicht über Fehlverhalten von Hunden mit zum Teil sehr ernsten Folgen berichteten. Gelegentlich wurden die Dinge jedoch sehr aufgebauscht dargestellt. Dies führte wiederum zu schnellem, fast hektischem Handeln in Politik und Verwaltung. Eine Hundeverordnung folgte der anderen, mit jeweils verändertem Inhalt. Rechtsprechung und eine sich zunehmend sachlich entwickelnde Diskussion haben zu Klärungen beigetragen. Nunmehr gibt es Landeshundegesetze und kommunale Verordnungen, die allgemein und von Ausnahmen abgesehen als akzeptabel angesehen werden können.

Unter Hundefachleuten war dabei schon immer klar, dass nicht der Hund, sondern weit überwiegend sein Halter Ursache von Fehlverhalten ist. Deshalb sind Hundevereine für Hundebesitzer heute besonders wichtig geworden. Werden hier noch Sachkunde und Erziehung von Hunden vermittelt und eingeübt (z.B. mit dem Ziel: Begleithundeprüfung). Das Ergebnis soll ein friedliches und freundliches Miteinander von Mensch und Hund sowie unter den Hunden selbst sein. Mitglieder im Hundeverein sollen – und sind es in aller Regel auch – vorbildlich in der Führung von Hunden sein. Es ist für sie selbstverständlich, sich an Gesetzte und Vorschriften zu halten. Auf der anderen Seite muss auf dieser Basis dafür gesorgt werden und notfalls auch dafür eingetreten werden, dass auf übertriebene, ja sogar „hundefeindliche“ Regelungen verzichtet wird. Das gilt insbesondere für die Möglichkeit, dem Hund artgerecht zu einem natürlichen Auslauf auch ohne Leine zu verhelfen. An dieser Stelle wird empfohlen, dass jeder Hundebesitzer das Landesforstgesetz und das Landesjagdgesetz mit den die Hunde betreffenden Regelungen eingehend zur Kenntnis nimmt und sich selbstverständlich daran hält. Zu den „Benimmregeln“ für Hunde passt, was Johann Wolfgang von Goethe im „Faust“ dichtete: „Dem Hunde, wenn er gut erzogen, wird selbst ein weiser Mann gewogen.“

 

ZEITRAUM AB 2003

Am 01.10.2003 wurden einvernehmlich die Mitglieder der Ortsgruppen Jülich (Vorsitzender Gottfried Eschbach) und Windeck (Vorsitzender Reinhard Bosbach) in die Ortsgruppe Bonn (Vorsitzende Doris Jünger) aufgenommen, sodass es zu einer zahlenmäßig starken Mitgliedschaft kam. Es begann eine weitere, sehr erfolgreiche Phase der Neugestaltung des Übungsplatzes und der Platzanlagen.
Ein besonders intensiver Ausbildungsbetrieb bewegt viele Mitglieder, am Mittwoch und Samstag jeder Woche zum Platz zu kommen. Besonders bemerkbar während des Übungsbetriebes war die Zunahme der Zahl von Riesenschnauzern. Auch gibt es immer mehr Schnauzer und Zwergschnauzer in der OG Bonn.
Seit dem Jahr 2004 ist Gottfried Eschbach der 1. Vorsitzende der Ortsgruppe Bonn e.V. Unter seiner Leitung und mit tatkräftiger Unterstützung des Vorstandes und der aktiven Mitglieder erhielt das gesamte Areal ein neues Gesicht. Vieles wurde erneuert, so die Geräte, Verstecke und Hindernisse auf dem Platz, anderes noch errichtet wie z.B. zusätzliche Hundeboxen.

Ferner wurde der nicht mehr genutzte Übungsplatz des benachbarten Hundesportvereins von der Ortsgruppe Bonn übernommen und in kurzer Zeit in harter Arbeit soweit hergerichtet und abgegrenzt, dass dieser Platz für den Übungsbetrieb und insbesondere Agility-Training genutzt werden kann. Wir bedanken uns an dieser Stelle bei unseren Sportfreunden Kurt Freund, Lothar Esser, Norbert Wieland und Klaus Schmitz sowie den anderen aktiven Helfern für ihr Engagement bei der Wiederherstellung dieses lange nicht genutzten Übungsplatzes.

So setzen wir darauf und wünschen uns, dass wir weiterhin viele aktive Hunde-Freundinnen und Hunde-Freunde für unsere Ortsgruppe gewinnen können, so, wie die Mitglieder seit 80 Jahren immer wieder die Zielsetzung von gut gezogenen und erzogenen Pinschern und Schnauzern verfolgt haben. Dabei sind viele zwischenmenschliche Beziehungen und Freundschaften entstanden, die letztlich auch einen guten Verein ausmachen.

 

"Dem Hunde, wenn er gut erzogen, wird selbst ein weiser Mann gewogen"

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